UPDATE    22.11.2018

Sibirische Katze

 

Die Sibirische Katze, auch Sibirer oder Sibirskaja Koschka genannt, ist eine halblanghaarige Katzenrasse, die ohne menschlichen Einfluss entstanden ist. Sie wird daher den „natürlichen Rassen" zugerechnet.

 

In Russland begann die planmäßige Zucht Ende der 70er Jahre. 1987 kam ein erstes Paar Katzen durch Aussiedler nach Deutschland und gelangte dort zur Zucht.

Durch die Öffnung der Grenzen und die Erleichterungen beim Osthandel kamen in den darauf folgenden Jahren immer mehr Sibirische Katzen aus vielen Teilen der Ex-UdSSR, aber auch aus der ehemaligen DDR und der Tschechoslowakei nach Westdeutschland, wo ca. 1990 mit der Zucht begonnen wurde.

 

Die genaue Genese der sibirischen Katze in ihrer Heimat ist strittig. Man vermutet, dass zum Genpool der sibirischen Katze auch die Kaukasische Wildkatze beigetragen hat, die sich in Körperbau und Fell deutlich von der afrikanischen Wildkatze  als Stammmutter der europäischen Hauskatzen unterscheidet.

 

Früher wurde sie auch  als „Sibirische Waldkatze" bezeichnet. 1991 wurde der Zusatz Wald jedoch anlässlich der Formulierung des Standards zur besseren Unterscheidung von der Norwegischen Waldkatze aus dem Namen gestrichen. Urkundlich wurde diese vorwiegend aus St. Petersburg und aus den Weiten Russlands stammende Katzenrasse bereits vor über 1000 Jahren erwähnt. Ihre Erscheinung verdankt sie dem extremen Klima in Ihrer Heimat - den sibirischen Teilen Russlands und der Ukraine.

 

Vom World Cat Federation (WCF) wurde die Sibirische Katze 1992 offiziell als Rasse anerkannt. Die Fédération Féline (FIFe) schloss sich erst 1998 dieser Meinung an.

 

Die Sibirische Katze ist kräftig gebaut und verfügt über ein doppellagiges Fell aus wasserabweisendem Deckhaar und dichtem Unterfell sowie einem buschigen langen Schwanz. Da ihr Fell nicht leicht verfilzt, reicht der Sibirischen Katze einmal wöchentliches Bürsten. Besondere Vorsicht sollte man dabei bei der Pflege des Schwanzes walten lassen, da dort ausgerissene Haare bis zu drei Jahre brauchen, um vollständig nachzuwachsen.

Ein  typisches Merkmal sind die "Schneeschuhe", Fellbüscheln unter den Pfoten, die ein Einsinken im Schnee verhindern sollen.

 

Vom Typ her ist die Sibirische Katze mittelgroß, dabei kräftig und muskulös. Nicht anerkannte Farbvarianten sind Chocolate, Cinnamon, Lilac und Fawn in allen Kombinationen, ebenso der Burma-Faktor.  Die Augenfarbe variiert zwischen Grün und Bernstein, die Ausnahme bilden weiße Katzen oder solche mit Van-Zeichnung. Die Pointvariante der Sibirischen Katze heißt Neva Masquarade, bei ihr sind die Augen immer blau.